Petromax HK500

Petromax HK500 – ein Erfahrungsbericht

Ich habe mir vor kurzem eine der legendären Petromax HK 500 Starklichtlampen zugelegt und möchte euch hier meine Erfahrungen mit der Lampe schildern.

WichtigDie Nutzung dieser Anleitung erfolgt auf eigene Gefahr. Bitte lesen Sie die Bedienungsanleitung des Herstellers. Starklichtlampe nur unter Aufsicht betreiben. 

Petromax Glühstrumpf
Petromax Glühstrumpf
Petromax HK500
Petromax HK500

Eins vorweg: Ich bin kein Profi, was Vergaserlampen angeht :-). Daher soll sich dieser Beitrag auch eher an Einsteiger richten, die (wie ich) bei der ersten Inbetriebnahme der Lampe mit diversen Problemchen zu kämpfen haben. Für technische Details gibt es unzählige Anleitungen, die alle Komponenten der Lampe genau beschreiben und auch gute Foren mit einigen alteingesessenen Petromax-Spezialisten :-).

Nun zur Lampe. Blauäugig wie ich bin, hab ich mir die HK500 einfach bestellt, ohne mich vorher eingehend über die Vor- und Nachteile einer Starklichtlampe zu informieren. Die Bilder vom leuchtenden Glühstrumpf (siehe oben) und die Idee einer Petroleum Vergaser-Lampe haben mich so fasziniert, dass ich sie gleich bestellt habe. Was mir zu dem Zeitpunkt nicht klar war, ist, dass es erheblich mehr Aufwand bedeutet die Lampe in Betrieb zu nehmen als z.B. bei einer gewöhnlichen Petroleumlampe (von denen ich schon einige besitze).  Außerdem kann die Lampe einem “durchgehen” (50cm hohe Flammen schlagen – auch als “flammendes Inferno” bezeichnet), was am Anfang sehr abschreckend sein kann.

Hier die Zusammenfassung der Vor- und Nachteile

ProCon
Sehr helles, warmes und homogenes Licht. Nicht vergleichbar mit einer normalen Petroleum-Lampe.Lange Start-Phase. Der Start dauert in etwa 1,5 - 2 Minuten. Es müssen durch eine Pumpe 2-3 Bar Betriebsdruck aufgebaut werden.
Lampe erzeugt viel Wärme. Daher kann sie auch zum Wärmen in einer kühlen Sommernacht verwendet werden. Fragiler Glühstrumpf. Daher reagiert die Lampe empfindlich auf Erschütterungen.
Die Lampe ist sehr modular aufgebaut und daher stark erweiterbar. Es gibt sogar einen Kochaufsatz.Hohe Komplexität (im Vergleich zur Petroleumlampe), daher anfälliger für technische Defekte.
Sehr gute Ersatzteilversorgung. Jede Komponente kann einzeln ausgetauscht werden, dadurch wird man lange Freude an der Lampe haben können. Lampe kann "durchgehen" wenn flüssiges Petroleum den Glühstrumpf erreicht (also nicht komplett vergast wird). Dabei können hohe Flammen entstehen und die Lampe muss sofort abgeschaltet werden.

Man sieht also, im Vergleich zu einer Petroleumlampe (Petroleum einfüllen, Docht anzünden) ist eine Starklichtlampe wesentlich anspruchsvoller in technischer Hinsicht sowie auch in der Bedienung.

Technische Argumente für die Starklichtlampe gibt es wohl keine. Helle und homogene Lichtkegel kann man auch mit LEDs erzeugen und das bei ähnlich langer Leuchtdauer. Wärme für die Gartenparty erzeugt man mit einem Gasheizstrahler billiger und effektiver (z.B. mit einem 5kW Flaschenaufsatz). Auch als “Survival” Tool für den Ernstfall wie von einigen Preppern vorgeschlagen, eignet sich die Lampe kaum. Hier würde einem eine normale Feuerhand 276 Petroleumlampe bessere Dienste erweisen. Diese ist deutlich robuster (da simpler) und mit 14 Stunden Brenndauer und einem Bruchteil des Gewichts durchaus survival-tauglich.

Es ist bei dieser Lampe wohl ähnlich wie mit der Schallplatte. Man muss schon ein Liebhaber sein und auch bereit sein etwas Zeit in die Wartung und Pflege der Lampe zu investieren. Man wird dafür aber mit einem wunderbar hellen und sehr warmen Licht belohnt und sorgt auf jeden Fall für Begeisterung und die Neugier der Gäste auf der nächsten Grillparty.

Aber gut, sagen wir ihr habt euch entschieden und die neue Petromax HK500 steht schon bereit für den ersten Einsatz. Dann geht es zu den Vorbereitungen für den ersten Start:

Vorbereitungen vor dem Start

1. Lest auf jeden Fall die Bedienungsanleitung komplett durch.

Diese Lampe benötigt etwas mehr Eingewöhnungszeit und Fingerspitzengefühl. Die Anleitung ist hier wirklich wichtig und sollte vor dem ersten Betrieb gründlich studiert werden.

2. Dreht die Vergaserdüse fest und stellt den Mischrohrabstand ein.

Petromax Mischrohr
Petromax Mischrohr und Vergaserdüse

Zuerst müsst ihr den Deckel der Lampe abnehmen indem ihr die zwei Rändelschrauben links und rechts am Gehäuse abdreht. Dann seht ihr das Lampenoberteil wie im Bild.  Nehmt das Lampenoberteil jetzt zusammen mit dem Glaszylinder ab (man kann dadurch das Oberteil direkt auf dem Glaszylinder abstellen). Jetzt seht ihr die Vergaserdüse direkt vor euch und könnt sie mit dem mitgelieferten Werkzeug (siehe Bild unten) festdrehen. Anschließend setzt ihr den Glaszylinder und das Oberteil wieder drauf.

Den Mischrohrabstand könnt ihr mit dem mitgelieferten Werkzeug (siehe Bild unten) einstellen. Dazu löst ihr die Schraube auf dem Bild und bewegt das Mischrohr bis der Abstand passt (bis das Werkzeugende genau zwischen Vergaserdüse und Mischrohr passt). Dann die Schraube wieder festdrehen.

Schraube lösen um Mischrohrabstand einzustellen.
Schraube lösen um Mischrohrabstand einzustellen.
Einstellen des Mischrohrabstand mit mitgeliefertem Werkzeug
Einstellen des Mischrohrabstand mit mitgeliefertem Werkzeug

3. Überprüft die Mischkammer und den Tonbrenner auf festen Sitz.

Beide sollten fest angedreht sein. Der Tonbrenner jedoch nicht zu fest, da sonst ein Teil abplatzen kann.

Mischkammer und Tonbrenner
Mischkammer und Tonbrenner

Schritt 2 und Schritt 3 sollten vor jeder Inbetriebnahme durchgeführt werden und sind auch notwendig wenn die Lampe neu angeliefert wurde. Durch Erschütterungen oder das Pumpen mit der Handpumpe lösen sich langsam die Schrauben, die Vergaserdüse und der Tonbrenner  und können dann beim nächsten Start dazu führen, dass euch die Lampe durchgeht.

4. Bringt den Glühstrumpf an.

Der Glühstrumpf ist vor dem Abbrennen recht stabil. Ihr könnt ihn einfach über den Tonbrenner ziehen und dann mit einem Doppelknoten festbinden. Die überstehenden Enden abschneiden. Danach noch mal checken, ob der Tonbrenner noch fest sitzt.

Anmerkung: Ihr werdet (gerade am Anfang) öfters Glühstrümpfe brauchen. Bestellt euch am besten gleich einen 10er – Pack Glühstrümpfe nach. Ich verwende die von Luxor (Type 400). Die sind schön hell und sehr günstig. Das ist natürlich kein Muss, hier habt ihr die freie Wahl. 

5. Petroleum einfüllen.

Hierzu das Manometer (zum Anzeigen des Drucks) abschrauben und mit dem mitgelieferten Trichter reines Petroleum einfüllen. Darauf achten, dass Manometer anschließend wieder fest zuzudrehen, da sich später sonst der Druck nicht aufbauen kann.

6. Brennt den Glühstrumpf (Glühkörper) vor der ersten Verwendung ab.

Für das Abbrennen gibt es mehrere Methoden; ich verwende die im Handbruch beschriebene. Dazu baut man etwa 1,5 bar Druck auf (ich verwende eine externe Pumpe wie unten beschrieben aber hier kann auch die integrierte Handpumpe verwendet werden) und benutzt den Rapidvorwärmer. Nachdem der Druck aufgebaut wurde, den Kipphebel drücken und mit einem Streichholz die Flamme entzünden. Nach etwa 5s den Kipphebel wieder schließen. Das war’s schon! Jetzt lasst ihr die Lampe etwa 5-10 Minuten stehen, dann sollte der Glühstrumpf komplett abgebrannt sein. Nach dem Abbrennen bis zum ersten Leuchten ist der Strumpf sehr fragil, daher solltet ihr ab jetzt Erschütterungen vermeiden.

Anmerkung: Das Abbrennen stinkt ziemlich (wie beim Verbrennen von Papier) und sollte deshalb auf jeden Fall draussen passieren. 

Starten der Lampe

Im laufenden Betrieb wird das Petroleum im Wendel der um den Glühkörper läuft geheizt (durch die Wärmestrahlung des Glühkörpers) und dann vergast. Beim Starten muss daher vorgeheizt werden, so dass das Petroleum vergasen kann. Wenn zu kurz vorgeheizt wird, dann dringt flüssiges Petroleum in die Mischkammer und die Lampe rußt oder erzeugt ein “flammendes Inferno”. Zum Vorheizen gibt es zwei Methoden. Den Rapid-Vorwärmer und die Vorheizschale.

Ich starte die Lampe ausschließlich mit der Methode “Vorheizschale”, da ich mit dem Rapid-Vorwärmer keine guten Erfahrungen gemacht habe.  Die Vorheizschale ist schonender für die Lampe (insbes. den Glühstrumpf). Der einzige Nachteil ist, dass ihr zusätzlich zum Petroleum noch Spiritus als zweiten Brennstoff benötigt. Dafür muss man während dem Starten nicht ständig nachpumpen (um den Druck zu erhalten).

Gerade bei einem neuen (eben abgebrannten Glühstrumpf) macht es Sinn die Vorheizschale zu benutzen. Der Glühstrumpf ist bis zum ersten Erhitzen sehr fragil und kann durch vieles ruckartiges Pumpen schon Beschädigungen bekommen.

Sobald der Glühstrumpf beschädigt ist (Löcher im Netz etc.) muss er getauscht werden. 

Zum Vorheizen mit der Vorheizschale füllt man Spiritus in das mitgelieferte Kännchen ein und füllt es durch das seitliche Loch in der Lampe in die nierenförmige Vorheizschale ein. Dann zündet man den Spiritus mit einem Streichholz an.

mitgeliefertes Spiritus Kännchen
mitgeliefertes Spiritus Kännchen
Vorheizschale
Vorheizschale

Der Spiritus brennt jetzt eine Weile ab und erhitzt währenddessen den Wendel und die Mischkammer. Wichtig bei dieser Methode ist, dass das Handrad (blau) im Gegenuhrzeigersinn in Stellung auf (Pfeil zeigt nach unten) gedreht wird und die Entlüftungsschraube aufgedreht wird (so dass sich kein Druck aufbauen kann). Im Bild unten ist das Vorheizen zu sehen (Flammen steigen von der Vorheizschale auf).

Nachdem der Spiritus vollständig abgebrannt ist, wiederholt man den Vorgang ein zweites Mal (befüllen, anzündern, Spiritus abbrennen lassen).

Kurz bevor der Spiritus ein zweites Mal vollständig abgebrannt ist, dreht man die Entlüftungsschraube fest zu, so dass sich Druck aufbauen kann. Das Handrad bleibt weiterhin in Stellung auf. Jetzt fängt man gemütlich an zu pumpen und die Lampe wird anfangen zu leuchten (und man hört das Rauschen des Petroleumgas-Luft-Gemischs).

Mit dem eingestellten Druck kann man nun die Helligkeit der Lampe etwas regulieren. Man sollte mindestens bis zum roten Strich (in etwa 2 bar) aufpumpen, kann aber auch weiter bis zu 3 bar gehen. Das blaue Handrad darf nicht zur Regulierung der Helligkeit verwendet werden und muss für die gesamte Brenndauer in Stellung auf (Pfeil nach unten) bleiben.

Anmerkung: Die integrierte Handpumpe ist meiner Meinung nach der größte Schwachpunkt der Lampe. Je nachdem, ob man die Version mit O-Ringen oder Leder (funktioniert besser) hat benötigt man zwischen 60-100 Hüben, um genügend Druck aufzubauen. Und das auch nur wenn die Pumpe gut gefettet ist, sonst werden sogar noch mehr Hübe nötig sein (oder der Druckaufbau gelingt erst gar nicht). Durch das ständige Pumpen wird die Lampe “gerüttelt” wodurch sich wieder Vergaserdüse oder Mischkammer lösen können. Für mich hat sich der Pumpenadapter (anstatt der Pumpe wird ein Adapter mit Autoventil aufgeschraubt) und eine externe Pumpe als bisher beste Methode zur Druckerzeugung herausgestellt (siehe Kapitel “Druck aufbauen” weiter unten).

Falls doch mit der integrierten Pumpe Druck erzeugt werden soll, würde ich in jedem Fall auf die Lederversion umrüsten. Umrüst-Kits werden günstig (um die 10,- EUR) im Internet angeboten bzw. können auch beim Online-Shop “pelam” bestellt werden. 

Vorheizen mit Vorheizschale
Vorheizen mit Vorheizschale
Manometer mit Entlüftungsschraube
Manometer mit Entlüftungsschraube
Petromax leuchten
Petromax beim Leuchten

Noch ein Hinweis: Zum Testen eures Manometers (ich dachte zuerst mein Manometer wär defekt, weil ich so viele Pumphübe machen musste, ohne dass sich die Nadel bewegt hat:-) ) könnt ihr Butan-Gas verwenden. Es sollte jedoch reines Butan-Gas sein (z.B. von Weller), das hat einen Druck von 2,1 bar. Kein Gasgemisch wie Propan-Butan verwenden, weil das z.T. höhere Drücke aufweist und euer Manometer bis an den Anschlag rausdrücken kann. Habe für den Test das Einfüllröhrchen der Butangas-Flasche etwas abgedichtet (mit einem Ohrenstöpsel) und an das Manometer rangedrückt. Der Ausschlag ging ziemlich genau an den 2 bar Strich, was mich überraschte (normalerweise sind diese Instrumente ja nicht sehr genau).

Wenn man die Lampe unterwegs mit der Vorheizschale und Spiritus vorheizen möchte, eignet sich z.B. ein etwas größeres Kännchen mit Hebel wie unten abgebildet. Dadurch hat man genug Reserve für einige Starts und einen dichten Verschluss. Das mitgelieferte Kännchen fällt leider ziemlich leicht um und läuft dann aus (ist daher nicht so sehr zum Transport geeignet).

Spiritus Kännchen mit Hebel
Spiritus Kännchen mit Hebel

Löschen der Lampe

Zum Löschen der Lampe muss man nur das Handrad in Stellung zu drehen (im Uhrzeigersinn drehen bis Pfeil nach oben zeigt) und anschließend die Entlüftungsschraube aufdrehen, damit der Druck entweichen kann. Der Druck muss immer komplett abgelassen werden. Die Entlüftungsschraube sollte nach dem Wegstellen aufgedreht bleiben, sonst erwartet euch am nächsten Tag eine Petroleumpfütze unter der Lampe.

Druck aufbauen

Wie schon weiter oben beschrieben, benötigt man zwischen 60-100 Hüben, um den Zieldruck von 2 bar aufzubauen. Das ist für einen selbst sowie auch für die Lampe ziemlich anstrengend. Bei meiner Lampe war eine Pumpe mit O-Ring dabei (siehe Bild). Diese Version funktioniert anscheinend nicht so gut wie die Ledervariante weshalb ich die Pumpe umgerüstet habe.

Petromax Pumpe mit O-Ring
Petromax Pumpe mit O-Ring

Pumpe auf Lederversion umrüsten

Zum Umrüsten braucht man die Pumpenkolbenplatte, ein Pumpenleder und eine Mutter. Optional kann man noch den Lederspreizer dazu bestellen, der das Pumpen nochmals verbessert. Das Ganze kann man für etwa 10,- EUR als Set im Internet bestellen.

Bei der Ledervariante muss man darauf achten, dass das Leder schön weich und geschmeidig wird. Das erreicht man indem man es z.B. über Nacht in Nähmaschinenöl einlegt. Ein noch etwas besseres Pumpverhalten bekommt man, indem man die Pumpenkolbenplatte (Scheibe) 180° dreht und verkehrt herum aufschraubt.

Petromax Pumpe mit Leder
Petromax Pumpe mit Leder
Pumpenleder mit Spreizer
Pumpenleder mit Spreizer

 

Externe Pumpe verwenden

Da auch mit der Lederversion noch etliche Pumpenstöße nötig sind, um genügend Druck aufzubauen, habe ich mich dazu entschieden den Petromax Autoventil-Pumpenadapter zu kaufen (etwa 15,- EUR).

Der Adapter wird direkt anstatt der Pumpe selbst auf den Kolben geschraubt. Ich habe den Adapter an der Mutter mit einem 14er Steckschlüssel etwas festgezogen, da beim reinen Handanziehen Druck an der Seite entweicht.

Petromax Pumpenadapter
Petromax Pumpenadapter

Zum Adapter habe ich mir eine kleine Standpumpe (Zefal Mini RG01) gekauft, mit der die Lampe in ein paar Hüben hochgepumpt ist. Die Pumpe ist etwa 34 cm lang und wiegt nur ca. 250g, kann also durchaus auch unterwegs gut mitgenommen werden.

Zefal Mini RG01 Pumpe
Zefal Mini RG01 Pumpe

Durch den Schlauch entstehen beim Pumpen keine Vibrationen an der Lampe selbst wodurch das Ablösen von Vergaserdüse und Mischkammer vermieden wird. Insgesamt kann die Lampe so sehr schonend in Betrieb gebracht werden. Und für den Anwender ist das Pumpen auch wesentlich entspannter 🙂 .

Für mich ist das die optimale Art, die Lampe unter Druck zu bekommen, obwohl beim Verwenden einer externen Pumpe auch ein kleiner Teil des Kultfaktors der Petromax verloren geht.

Zefal Standpumpe im ausgezogenen Zustand
Zefal Standpumpe im ausgezogenen Zustand

Fazit

Die Petromax HK500 ist eine tolle Lampe, die aber einiges an Eingewöhnung und etwas Zeit erfordert. Durch ihre Technik und Komplexität nicht zu vergleichen mit einer normalen Petroleumlampe. Dafür wird man nachdem man es geschafft hat sie zum Leuchten zu bringen aber mit einem hellen und warmen Lichtkegel verwöhnt – das ist wiederum auch nicht zu vergleichen mit einer normalen Petroleumlampe. Der einzige Schwachpunkt ist die Handpumpe, die einen zur Verzweiflung bringen kann. Es empfiehlt sich auf die Lederversion umzurüsten oder auf den Pumpenadapter und eine externe Pumpe umzusteigen. Nachdem man das gemacht hat ist das Aufpumpen ein Kinderspiel und man hat umso mehr Freude an dieser tollen Starklichtlampe.

Für den Betrieb der Lampe benötigt man:

  • Petroleum und Spiritus
  • lange Streichhölzer
  • 10er Pack Glühstrümpfe (man wird sie brauchen)

Als Zubehör für diese Lampe würde ich empfehlen:

  • Pumpenadapter + externe Pumpe oder das Umrüst-Set der internen Pumpe auf die Lederversion
  • Petromax Verschleißteile-Set
  • Lampenschirm (diesen kann man aufstecken und das Licht wird nach unten hin reflektiert)

4 thoughts on “Petromax HK500 – ein Erfahrungsbericht

  1. Top Blog. Hat mir beim Erstbesteigung der HK500 gut geholfen. Dachte, die Lampe sei defekt, wegen des nicht bewegenden Nanometerschießen.
    Danke !

  2. Lieber Robert,

    ein toller Bericht mit phantastischen Fotos! Ich bin seit wenigen Tagen nach dem Kauf einer normalen Petroleumlampe bei der Petromax HK500 (leider gibt es die kleineren Varianten ja nicht mehr) hängengeblieben… fasziniert von ihr, auch wenn ich kein Outdoor-Fan bin und… genau, kommen wir jetzt zu meiner Hauptfrage…

    …ich würde mich als technisch versiert, aber nicht als ausgewiesenen Bastler oder Schrauber, beschreiben, willig und überaus interessiert, die Petromax als Hobby anzusehen und mich mit Vor- und Nachbereitung mit ihr auseinanderzusetzen. Ich habe allerdings nur meine (Dach-)Wohnung – also auch ein kippbares Dachfenster – als “Betriebsort” für sie. Wie ich lese ist alleine das Abbrennen des Glühstrumpfes doch eine rauchige Angelegenheit. Würdest Du generell sagen, daß eine Inbetriebnahme in einem geschlossenen (aber wegen der Dachfenster gut belüftbaren) Raum völlig unsinnig ist? Wie viel Geruch (ich habe bereits eine Flasche Petromax Alkan bei mir) und Abgase oder Rauch entstehen denn während des normalen störungsfreien Betriebs? Muß ich Deiner Erfahrung nach auf jeden Fall für die Anfänge mit einem flammenden Inferno rechnen und sollte daher tunlichst eine absolut feuerfeste Unterlage haben? Meine Hauptfrage ist letztendlich, ob es “machbar” ist, sie letztendlich in einer geschlossenen Wohnung zu betreiben. Das Drumherum (Wartung, Erneuerung, Kontrolle vor Inbetriebnahme etc.) sehe ich als interessantes Hobby an für jemanden wie mich, der sich auch autodidaktisch an das Reparieren eines Backautomaten wagt, aber kein Reparatur-Fachmann mit Garage und allem drum und dran ist.

    Liebe Grüße,

    Florian.

    1. Hallo Florian,

      also das Abbrennen würde ich auf jeden Fall draußen machen, da es schon ziemlich stark raucht. Nach dem Abbrennen könnte man die Lampe dann anschließend auch in einer gut belüfteten Wohnung betreiben, jedoch sollte man immer bei der Lampe bleiben. Durch Verschleiß des Strumpfes, Druckabfall etc. könnte es nämlich auch während dem Betrieb zu einem flammenden Inferno kommen (nachdem die Lampe schon eine Weile ohne Probleme in Betrieb war). Dann sollte man schnell reagieren können.
      Davon abgesehen sollte man immer eine Frischluftzufuhr haben, da die Lampe ja Petroleum verbrennt und auch Sauerstoff verbraucht (Erstickungsgefahr).
      Solltest du dich dennoch für eine HK500 entscheiden wünsche ich dir viel Spaß und Freude mit deiner neuen Lampe.

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